Dein Stadtteil im Handy




Laut der JIM Studie aus dem Jahr 2007 (Jugend, Information, [Multi-] Media) besitzen 94% der Jugendlichen ein eigenes Handy und 29% aller Jugendlichen geben an, dass an ihrer Schule schon einmal eine Prügelei mit einem Handy gefilmt wurden oder sie schon mal mitbekommen haben, dass so etwas gemacht wurde. Ähnlich, wie die Ergebnisse dieser Studie verweisen auch andere Erhebungen darauf, dass das Handy zu einem festen Bestandteil (nicht nur) jugendlicher Alltagskultur geworden ist und dass die zunehmende Präsenz immer leistungsfähigerer Geräte selbstverständlich auch Risiken mit sich bringt. Letztendlich sind es jedoch nicht die Handys, die Happy Slapping Clips aufnehmen oder Dateien mit rechtsextremistischen oder pornografischen Inhalten versenden. Dies wird immer von den NutzerInnen ausgeführt und genau hier setzt unser Konzept für diese Einheit an.
Vor allem auch Kinder und Jugendliche wollen sich an und mit den technischen Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen erproben und darstellen! Wir erkunden gemeinsam mit den TeilnehmerInnen Wege, die nicht auf den Reiz des Verbotenen und Anrüchigen angewiesen sind, um Eindruck zu hinterlassen. Wir fördern Kreativität und gestalterische Fantasie und bieten dabei zugleich Hilfestellung an, einen “sinnvollen” Umgang mit den technischen Möglichkeiten von Handys einzuüben.
Um dabei nicht in rechtliche Grauzonen zu fallen, legen wir bei der Arbeit großen Wert darauf, mit Programmen, die mit den aktuellen Betriebssystemen ausgeliefert werden und freier Software zu arbeiten. Dies ermöglicht allen TeilnehmerInnen, sofern sie auf einen Computer zurückgreifen können, ohne illegale Software zu installieren oder Geld in Programme investieren zu müssen, eigenständig weiterzuarbeiten.
Zielsetzungen
Im Verlauf des Projektes wird das grundständige Knowhow vermittelt, eine Internetseite zu gestalten und auf dieser die mit den eigenen Handys erstellten Medieninhalte, qualitativ und ästhetisch ansprechend, zu präsentieren.
Neben technischen Wissen und handwerklichen Fertigkeiten wird im Verlauf der Projektarbeit immer wieder thematisiert und diskutiert, was machbar ist, was gemacht werden darf und was aus einsichtigen Gründen abgelehnt werden sollte. Darüber wird eine Diskussionskultur gefördert, die junge HandynutzerInnen dazu auffordert, sich selbst Orientierungswissen und Argumente zu erarbeiten, um in ihrem (Schul-)Alltag einem möglichen Handymissbrauch immer wieder aktiv und reflektiert entgegentreten zu können.
Auf diese Weise können wir erreichen, dass Gewaltprävention allen Beteiligten Freude bereitet und darüber hinaus ein Produkt entstehen lässt, dass stolz anderen präsentiert werden kann.
Eckdaten zum Projekt
Dauer:
mindestens 5 bis 10 Einheiten a 1,5 bis 2 Zeitstunden
TeilnehmerInnen:
5 bis 16 (ist eine Zusammenarbeit mit LehrerInnen und/oder SchulsozialarbeiterInnen möglich, lässt sich die Anzahl erweitern)
Soziale und technische Kompetenzen:
* Herstellen eines positiven Schul- und Stadtteilbezuges
* Erarbeiten ethisch-moralischer Orientierungspunkte im Prozess
* Einüben kreativer Gruppenarbeit
* Erwerb eines erweiterten Grundwissens zur Nutzung von Internet und Handy
* Erwerb eines Grundwissen in der Bearbeitung von Bild-/Ton- und Videodateien
Klicken Sie auf eines der Bilder, um auf die Seiten eines durchgeführten Projektes (waldau.vikonauten.de) zu gelangen oder nehmen Sie Kontakt zu uns auf (info@vikonauten.de), falls sie weitere Informationen wünschen.



